Ein Derby, das in reichlich Wellentäler verlief, hat in der Frauenhandball-Oberliga am Sonntagabend keinen Sieger gefunden. Vor der tollen Kulisse von 350 Zuschauern trennten sich die HSG Lumdatal und die HSG Wettenberg  mit einem 27:27 (16:14)-Unentschieden, wobei das Team von Trainer Christoph Fähler aufgrund des Spielverlaufs mit dem einem Zähler sicher besser leben kann.

„Mit dem Punkt müssen wir definitiv zufrieden sein, da wir in Hälfte eins keinerlei Zugriff hatten. Da müssen wir uns bei Sina Hohl bedanken, dass wir nicht schon mit sechs oder sieben Toren in Rückstand lagen. Die Aufholjagd hat viel Kraft gekostet, daher haben wir die Führung in Halbzeit zwei wieder aus der Hand gegeben“, berichtete Wettenbergs Trainer.

Dieser musste zunächst mitansehen, dass sein Team in Hälfte eins noch gar nicht auf dem Platz war. Nach einem 6:0-Lauf machte Lumdatal aus einem 2:3-Rückstand (5.) eine 8:3-Führung, beim 12:6 (20.) hatte Leona Parma sogar eine Sechs-Tore-Führung herausgeworfen. In der Endphase des ersten Durchganges konnte Wettenberg den Rückstand dann aber deutlich verkürzen, was zum einen am besseren Angriffsspiel lag und zum anderen daran, dass Torhüterin Hohl gleich mehrfach bärenstark parierte. Mit einem 16:14 für den Aufsteiger ging es in die Kabinen.

Aus diesen kam die Köhler/Gilbert-Sieben zunächst stärker (18:14, 33.), ein Dreierpack der starken Anna Krüger brachte die Gäste aber schnell heran. Und nach dem 19:19 (38.) ging Wettenberg nach 42 Minuten durch Toni Schuldt sogar mit 22:20 in Führung. Doch das Auf und Ab in der Partie ging weiter, Lumdatal glich aus (22:22) und nutzte eine Zeitstrafe gegen Till zu einem 25:22 (47.). Doch Wettenberg kämpfte sich in der Schlussphase wieder heran (25:26, 54.), Selina Sauer sorgte aber für das 27:25 (56.). Dies war allerdings der letzte Treffer Lumdatals, während Wettenberg dank eines Doppelpacks von Anna Schwab zum 27:27 ausglich. Den letzten Angriff hatten die Gastgeber, doch die Fähler-Sieben gestattete dem Aufsteiger nur noch einen direkten Freiwurf, der nichts mehr einbrachte.

„Es ist für uns ärgerlich, da wir aus meiner Sicht insgesamt 45 Minuten lang die bessere Mannschaften waren. Wir hätten in der ersten Halbzeit viel höher führen müssen, haben aber unheimlich viel verworfen. Das Torhüterduell ging klar an Wettenberg. Aber mit der Deckungsleistung meiner Mannschaft über weite Strecken, dem Tempospiel und unserem Auftritt an sich kann ich heute sehr zufrieden sein“, betonte Lumdatals Trainer Marcel Köhler.

Lumdatal: Olemotz, Schuster – Sauer (6/5), Schlapp (4), Elmshäuser (1), Franziska Müller (4), Schmidt (2), Hasenkamp (2), Madeleine Müller (1), Smajek, Cybulski (4), Parma (3).

Wettenberg: Rinn, Hohl – Münch, Schuldt (9/5), Svenja Pohl, Goncalves (2), Tafferner, Theresa Pohl (5), Schwab (3), Krüger (6), Tröller (1), Till (1), Stephanie Schön, Katja Schön.

Schiedsrichter: Reuther/Tobiasch (Idstein). – Zuschauer: 350. – Zeitstrafen: keine – zwei (Münch, Till). – Siebenmeter: 8/5 – 5/5.

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