Leon Friedl hat der U23 des TV Hüttenberg im Landesliga-Derby gegen die HSG Lumdatal in letzter Sekunde einen Punkt gerettet. Bis dahin führte der Aufsteiger im Sportzentrum mit einem Treffer Vorsprung, ehe der beste TVH-Schütze des Abends von der Siebenmeterlinie noch zum 24:24 (14:14)-Endstand ausgleichen konnte.

„Unter dem Strich ist der Punkt schon verdient, da die Jungs in den letzten Minuten eine tolle Moral bewiesen haben. Aber man muss auch sagen, dass uns Simon Böhne mit seinen Paraden überhaupt erst im Spiel gehalten hat“, berichtete Hüttenbergs Trainer Tim Spengler.

Die Gastgeber kamen besser in die e Partie und lagen früh mit 5:3 (10.) in Front. Der Aufsteiger, der auf einige Stammspieler verzichten musste, ließ sich davon aber nicht beeindrucken und drehte seinerseits das Spiel bei Moritz Reins 9:8 (22.). Und bis in die letzten Sekunden der ersten 30 Minuten hinein lag Lumdatal auch noch knapp in Führung, ehe Frederick Lins der Treffer zum 14:14-Pausenstand gelang.

So ausgeglichen wie in der ersten Hälfte verlief die Partie dann auch bis zur 45. Minute (20:20). Dann gestattete die HSG den Hausherren aber acht Minuten lang keinen Treffer und zog auf 23:20 davon. Beim 23:24 (54.) war Hüttenberg wieder dran, konnte in der Folge aber gleich zwei Überzahlsituationen nicht zu Treffern nutzen. So hatte der Spielstand bis in die Schlusssekunden hinein Bestand, ehe der TVH nach Lumdataler Zeitspiel nochmal in Ballbesitz kam. Da Leon Ziegler den Ball aber nach Ansicht der Schiedsrichter nicht korrekt abgelegt hatte, sah der Lumdataler Akteur die Rote Karte, den fälligen Siebenmeter verwandelte Friedl mit abgelaufener Uhr zum 24:24.

„Das ist für uns natürlich absolut ärgerlich, aber den zweiten Punkt haben wir vor allem aufgrund unserer schwachen Chancenverwertung und der unnötigen Zeitstrafen hergeschenkt. Wir haben es gegen eine starke Hüttenberger Mannschaft lange sehr gut gemacht, daher geht die Welt für uns nicht unter“, so Lumdatals Coach Eike Schuchmann.

Hüttenberg: Böhne – Belter (1), Friedl (6/5), Knorz (1), Marc Birkenstock, Lins (6), Martin (1), Uth (4), Dahlhaus (1), Kummer, Bährens (2), Rüpprich (1).

Lumdatal: Solbach, Schneider – Kuhnhenne (1), Rein (3), Kühn (6), von Bierbrauer (2), Haack, Schlapp (1), Kern (5/1), Ziegler (3), Köhler (2).

Schiedsrichter: Mäkitalo/Schäfer (Glashütten/Wiesbaden). – Zuschauer: 180. – Zeitstrafen: vier (Friedl, Martin, Kummer, Bährens) – sieben (Kühn drei, Haack, Schlapp, Ziegler, Köhler). – Rote Karte: Kühn (57., dritte Zeitstrafe), Ziegler (60.). – Siebenmeter: 6/5 – 4/1.

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