Vor über 250 Zuschauern hat die HSG Lumdatal die ersten Punkte in der Männerhandball-Landesliga eingefahren. Der Aufsteiger setzte sich im Derby gegen die HSG Lollar/Ruttershausen am Ende klar mit 39:34 (17:16) durch und feierte den ersten Sieg der noch jungen Saison. Während Neutrainer Eike Schuchmann damit zudem über seinen Ex-Club triumphierte, mussten die Gäste die zweite Niederlage im zweiten Saisonspiel hinnehmen.

„Ich bin natürlich super zufrieden mit dem Spiel und vor allen mit den ersten beiden Punkten, die waren sehr wichtig.Über 60 Minuten haben wir uns das auch verdient, denn in einer hitzigen Partie haben wir immer wieder die passenden Lösungen gefunden und die Ruhe bewahrt“, berichtete Lumdatals Trainer und hob die starke Leistung von Flo Kuhnhenne gesondert hervor.

Von Beginn an schenkten sich die Derbykontrahenten nichts, mit einer gesunden Intensität ging es zur Sache und zudem äußerst ausgeglichen. Über das 5:5 (11.) und 10:10 (19.), hieß es auch in der Schlussminute der ersten Hälfte noch unentschieden (16:16), ehe Michi Kern Lumdatal mit der Pausensirene mit 17:16 in Führung brachte.

Die Ausgeglichenheit setzte sich dann aber auch zu Beginn des zweiten Durchganges fort, die Asboe-Truppe lag trotz zwischenzeitlichen Drei-Tore-Rückstandes beim 25:25 durch Christian Ziehm (44.) aber wieder auf Augenhöhe. Danach allerdings  drückten die Hausherren dem Spiel ihren Stempel auf und zogen dank eines 4:0-Laufs binnen zwei Minuten auf 29:25 davon. Dies sollte letztlich schon der Entscheidung gleichkommen, denn knapper als auf drei Treffer (26:20, 47.) kam Lollar/Ruttershausen nicht mehr heran. Lumdatal hatte in der Schlussphase mehr zuzusetzen und baute die Führung entscheidend aus, spätestens nach dem 37:31 (55.) durch Lorenz Heß hatte der Aufsteiger die Derbypunkte gebucht.

„Lumdatal hatte mit Kuhnhenne und Kühn heute zwei Akteure, die nach der Manndeckung gegen Marcel Köhler in die Bresche gesprungen sind. Heute hat die eingespieltere Mannschaft gewonnen, die sich vom Drumherum hat weniger beeindrucken lassen. Wie haben es lange gut gemacht, der Sieg Lumdatals geht aber in Ordnung“, resümierte Lollars Trainer Sören Asboe.

Lumdatal: Solbach, Schneider – Kuhnhenne (6), Stein (1), Kühn (7), von Bierbrauer (2), Henke (1), Haack, Rein (2), Marondel (1), Heß (7/1), Schlapp, Kern (4), Köhler (8/3).

Lollar/R.: Dud, Brücher – Schwellnus (4), Mühlich (3), Semmelroth (2), Lindenthal, Fischer (1), Schlapp (1), Piazzolla (5), Los Santos (7/3), Wenzel (1), Ziehm (7), Janecic (1), Vogel (2).

Schiedsrichter: Haltrich/Zecher (Griesheim/Egelsbach). – Zuschauer: 250. – Zeitstrafen: 12 – 10 Minuten. – Siebenmeter: 5/4 – 3/3.

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