Die HSG Lumdatal hat in der Männerhandball-Landesliga (Mitte) die richtige Reaktion auf die höchste Saisonniederlage gezeigt. Gegen Oberliga-Absteiger HSG VfR/Eintracht Wiesbaden siegte das Team von Trainer Eike Schuchmann am Samstagabend in heimischer Halle mit 30:24 (13:10) und festigte damit den vierten Tabellenplatz.

„Heute bin ich wirklich sehr zufrieden. Wir haben es gegen die starke Individualisten Wiesbadens sehr gut gemacht in unserer Deckung, Julian Schneider hat zudem sehr gut gehalten. Im Angriff haben wir sehr diszipliniert gespielt, gute Lösungen gegen wechselnde Abwehrsysteme gefunden und auch Tore übers Tempospiel gemacht“ fasste der HSG-Coach zufrieden zusammen.

Nach der 24:35-Klatsche beim TSV Griedel zeigten die Lumdataler von Beginn an in der Deckung ein völlig anderes Gesicht und machten dem ehemaligen Oberligisten das Leben schwer. Nachdem Max Kühn nach 22 Minuten zum 10:7 eingeworfen hatte, lag der Aufsteiger früh auf Kurs und nahm diese Drei-Tore-Führung (13:10) dann auch mit in die Kabinen.

Und aus diesen kam Lumdatal dann auch hellwach aufs Parkett der Lollarer Sporthalle zurück und zog nach einem Treffer des stark aufspielenden Jonas Schlapp, dem am Samstag sieben Tore gelangen, schnell auf 18:13 (39.) davon. Weil sich die HSG aber drei Zeitstrafen in kurzer Folge, darunter auch eine für Trainer Schuchmann einhandelte, verkürzte Wiesbaden bis zur 44. Minute auf 17:19. Die HSG-Sorgen waren aber nur von kurzer Dauer. Marcel Köhler und Philipp Stein sorgten mit ihren Treffern zum 20:17 und 21:17 für schnelle Beruhigung, beim 24:19 durch Moritz Rein (50.) war die Vorentscheidung gefallen. Und weil der Aufsteiger trotz der klaren Führung nicht nachließ, lagen nach Schlapps Treffer zum 28:20 bereits acht Treffer zwischen den Rivalen. Erst im Gefühl des sicheren Sieges gestattete die Schuchmann-Truppe Wiesbaden am Ende ein wenig Ergebniskosmetik. „Wir hatten keinen Bruch im Spiel, wenn wir gewechselt haben. Das war mit ausschlaggebend. Jeder Spieler hat heute seinen Teil zum Erfolg beigetragen“, freute sich Lumdatals Trainer.

Lumdatal: Solbach, Schneider – Ziegler, Stein (4), Kühn (3), Henke, Haack (1), Rein (2), Marondel (2), Heß (2), Schlapp (7), Kern (1), Köhler (8/2).